Verdienstmedaille für Heike Müller

Die Gemeinde Winningen hat Heike Müller mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Seit ihrer Jugend ist das Engagement für die Heimatgemeinde eine Herzenssache. Ob politisch oder im unermüdlichen Einsatz zum Erhalt des Andenkens an ihren Großvater August Horch, war Heike Müller auch als Horch-Botschafterin weit über die Grenzen von Winningen hinaus aktiv. Ortsbürgermeister Rüdiger Weyh:„Wir wollen damit ein äußeres Zeichen setzen und Bürger:innen unserer Gemeinde ehren, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwesen eingebracht haben. Ohne deren ehrenamtliches Engagement wäre Winningen ärmer.“

Bei der Übergabe der Medaille sagte Rüdiger Weyh:

Schon früh hast du im Gemeinderat mitgemischt. Damals gab es das Wort der „Frauenquote“ noch nicht. Für dich offensichtlich eine Selbstverständlichkeit, dich in diese Welt der Männer hineinzubegeben. Eine sehr aktive Frauenunion, die mit vielen Veranstaltungen insbesondere Familien erreichte, wurde auch von Dir geprägt. Ganz wichtig fand ich jedoch immer dein Engagement als Vertreterin des Gewerbes im Gemeinderat. Hier hast du immer standhaft und konsequent die Interessen des Gewerbes vertreten. Mit deinem Mann Theo hast du vor vielen Jahren die Autowerkstatt gegründet – und wer so eine Gründermentalität mitbringt, weiß auch was es heißt, einen Gewerbebetrieb zu führen und seine Kollegen nach außen hin vertreten.

Auch im im Vereinsleben war Heike Müller sehr aktiv. Weyh: In jungen Jahren warst Du im Moselfestspiel auf der Bühne aktiv gewesen. Später hast Du als „Weinhex“ die Gäste in deinem Bann gezogen. Was wäre unser schönes Museum ohne seine vielen Helfer:innen. Oft hast du dich hier zu den Besuchszeiten am Wochenende eingebracht. Und wer könnte das Lebenswerk von August Horch besser darstellen als seine Enkelin. Er war dein Großvater – und ist unser Ehrenbürger. Seine großartigen Leistungen in der Pionierzeit des Automobilbaus sind einzigartig und werden nicht vergessen. August Horch wurde im Jahre 2000 in die Hall of Fame in Detroit aufgenommen. Autohistoriker und Fans des Automobils wissen: Mehr Anerkennung für ein Lebenswerk gibt es in dieser Branche nicht. August Horch hat sein Arbeitsleben außerhalb von Winningen verbracht. Zwickau wurde durch seine Arbeit zur Autostadt. Wer dort das August-Horch-Museum besucht, weiß wie nachhaltig seine Ingenieursarbeit für den Standort Zwickau war. Als Gemeinde haben wir geradezu die Pflicht, einen Winninger, der so Großartiges geleistet hat, zu ehren und seine Leistungen in Erinnerung zu behalten.

„Herzlichen Glückwunsch zur Winninger Verdienstmedaille, die ich mit den besten Grüssen und Wünschen von Gemeinderat und Verwaltung überreiche.“

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