Das erste Treffen im Winninger Kinderwingert 2026

© Kinderwingert

Das erste Treffen im Kinderwingert Winningen 2026 fand am Samstag, 21. Februar um 13 Uhr statt. Der Winninger Kinderwingert gehört zum Weingut Knebelbrüder und liegt westlich dem großen Parkplatz oberhalb der Rosentreppe.

Das Kinderwingert Team Winningen mit Brigitte Lohmeier-Eberz, Jacqueline Krause, Susanne Mölich, Ute Knebel und die Winzer Fred und Gerd Knebel freuten sich über die Teilnahme von insgesamt 20 Kindern im Alter zwischen 7 und 12 Jahren. Im Vorfeld des Treffens waren einige Parkplätze für die Aufstellung eines Zeltes und der Tische und Bänke von den Winninger Gemeindearbeitern gesperrt worden. Das Zelt war an diesem Samstag auch notwendig, da es das Wetter nicht ganz so gut mit den Kindern, Eltern und Organisatoren meinte. Doch leichter Regen ließ alle Beteiligten nicht davon abhalten, die ersten Arbeiten im Kinderwingert zu erledigen.

Schon in der Einladung zum ersten Treffen hieß es: Liebe Kinder, Ihr dürft gespannt sein. Es wird ein tolles Jahr für uns alle. Wir werden viele interessante Stunden im Weinberg mit unseren und euren Reben erleben. Im Verlauf des Jahres könnt Ihr sehen, wie sich die Reben entwickeln, was es alles im Weinberg zu tun und zu entdecken gibt.

Pünktlich um 13 Uhr ging es los. Alle 20 Kinder waren mit Eltern oder Großeltern zum Treffpunkt gekommen. Die Namen der Kinder: Helena Alleröder, Elin Blinn, Lucas Brost, Milan und Marvin Hillenbrand, Jonas Klotz, Annika Kröber, Theo Lange, Carla und Smilla Laxy, Magdalena Meurer, Marie und Leo Mölich, Annalena, Amelie und Emilia Müller, Lilly Schmidt, Olivia Waidmann und Zoey und Kjell Weyh.

Jacqueline begrüßte die Kinder und leitete eine lockere Vorstellungsrunde ein, bei der jedes Kind seinen Namen sowie ein Tier nennen sollte, das im Weinberg vorkommen könnte. Neben der Weinbergsschnecke, Hasen, Kaninchen, Schmetterling und Regenwurm wurden auch Uhu und Falke genannt. Gerd übernahm dann den fachlichen Teil der Begrüßung und erklärte anhand von einer Pfropfrebe und Bildern, den Aufbau der Rebe und die Funktionen von Wurzeln, Stamm, Fruchtruten und Sommertrieben.

Alle Kinder bekamen im Anschluss an die Begrüßung ein eigenes Wingertsbuch ausgehändigt. Dabei handelt es sich um einen Ordner, im dem Informationsblätter, Bilder, Broschüren und eigene Skizzen und gemalte Bilder abgeheftet werden können. Mit der dicken Broschüre „Komm mit in den Weinberg“, ein Entdeckerhandbuch für Kinder zu den Themen „Rebe, Weinberg und Winzer“ unter besonderer Berücksichtigung der Lebensräume in den Moselweinbergen, herausgegeben vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel konnte sofort ein tolles Informations- und Nachschlagewerk übergeben werden.

Dann ging es richtig los und es wurde spannend. Im Vorfeld hatte das Kinderwingert Team kleine Schiefertafeln – gespendet von Dachdeckermeister Arno Perscheid – jeweils eine mit den entsprechenden Vornamen der Kinder versehen und auf einem Tisch bereitgelegt. Die Kinder konnten sich nun ihre Schiefertafel nehmen und im Weinberg zwei Reben aussuchen, für die sie nun ein Jahr lang eine Patenschaft übernehmen sollen. Die Schiefertafeln wurden im Weinberg an diesen ausgesuchten Reben mit einem Draht befestigt.

Die erste Arbeit im Jahr der Winzerin und des Winzers ist der Rebschnitt. Die Winzer Fred und Gerd zeigten, wie ein qualitätsorientierter Rebschnitt durchgeführt wird. Dann war es die Aufgabe der Kinder an ihrer Rebe zu entscheiden, welche Fruchtrute und welche Zapfen angeschnitten werden sollten. Die Rebe mit der eigenen mitgebrachten Schere selbst zu schneiden, bereitete dann doch meist Schwierigkeiten. Denn das Holz war oft sehr dick und zu massiv für die kleinen Scheren. Gerne half das Team oder ein Elternteil, um alle 40 Reben in Form und Richtung zu bringen.

Die zweite Arbeit, das Gerten oder Anbinden der gewählten Fruchtruten als Flachbogen an den Biegdraht, folgte nach der Erklärung und dem Vormachen durch die Winzer. Diese Arbeit machte den Kindern besonderen Spaß, denn sie hatten keine Probleme ihre Fruchtruten zu befestigen und anzubinden. Für diese Arbeit war die feuchte Witterung ja auch kein Nachteil. Im Gegenteil, erfahrene Winzerinnen wissen, dass das Gerten oder in Winningen auch „Gürde“ genannt mit nassen Fruchtruten einfacher vonstattengeht. Auch brechen dann solche Ruten nicht so schnell wie bei trockenen Bedingungen.

Die dritte für das erste Treffen vorgesehene Arbeit, die Lockerung des Bodens unter den Reben, konnte aufgrund der nassen Bedingungen nicht durchgeführt werden. Dies konnte die insgesamt sehr positive Stimmung aber auch keinesfalls trüben. Denn diese Arbeit lässt sich im Laufe der nächsten Treffen ja immer wieder wiederholen.

Das erste Treffen dauerte so knapp 1,5 Stunden. Die Kinder waren sehr aufgeschlossen und machten fleißig mit. Auf die Widrigkeiten des Winzerlebens aufgrund der Witterung wurde ja auch in der Einladung schon hingewiesen:

Wir treffen uns bei jedem Wetter, wie es sich für einen guten Winzer oder eine gute Winzerin gehört. Zieht Euch deshalb bitte dem Wetter entsprechend an. Wenn es regnen sollte, arbeiten wir einfach etwas schneller.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Kleidung und Schuhe dreckig werden können. Vielleicht habt Ihr ja Matschhosen und Gummistiefel bei schlechtem Wetter.

Während des ersten Treffens entrichteten die Eltern der Kinder die Teilnahmegebühr für das ganze Projekt in Höhe von 50 Euro. Die Eltern konnten die ganze Zeit dabei bleiben oder später ihre Kinder wieder abholen

Das Kinderwingert Team